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Das kleine Rebsorten- Lexikon

 

 

Chardonnay

 

 

Herkunft

Evtl. Vorderasien, Libanon; Sie kam mit der Ausbreitung der Weinkultur nach Frankreich und fand schwerpunktartig im Burgund eine neue Heimat. Die Klöster haben sich um die weitere Ausbreitung verdient gemacht. Der Name kommt evtl. von der Ortschaft Chardonnay die nördlich von Mâcon liegt.

Beschreibung

Die Trauben sind mittel-groß, kompakt und grüngelb, bei Vollreife bernsteinfarben. Die Beerenhäute sind dünner als beim Weißen Burgunder. Die Reife ist mittelspät bis spät, kurz vor dem Riesling.

Typisch für den Chardonnay sind Weine mit der Frucht nicht ganz reifer Äpfel. Hochwertige Weine sind bestens geeignet für den Ausbau im Barrique. Frische, fruchtige Weine eignen sich auch für die Sektbereitung

Empfehlungen

Der Wein paßt zu Terrinen, Fisch, Muscheln, hellen Braten und Käse. Seine Säure macht ihn nicht für alle Weinliebhaber bekömmlich. Seine Lagerfähigkeit ist dadurch allerdings sehr gut.

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Dakapo

 

 

Herkunft

Kreuzung: Deckrot x Portugieser aus dem Jahr 1972.

Beschreibung

Ein gehaltvoller, kräftiger, tiefdunkler Rotwein mit südländischem Charakter und weicher Säure.

Empfehlungen

Der kräftige Rotwein ist besonders interessant zu Wild, zu Grillgerichten oder verschiedenen Käsearten.

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Dornfelder

 


 

Herkunft

August Herold kreuzte die Sorte 1955 in Lauffen am Nekar aus Helfensteiner (Frühburgunder x Trollinger) und Heroldrebe (Portugieser x Limberger). Nach 1975 fand sie vor allem in Rheinhessen und Rheinpfalz Verbreitung. Die Sorte ist nach dem Weinbaufachmann Imanuel Dornfeld (1796-1869) aus Weinsberg benannt.

Beschreibung

Traube groß bei mittlerer Beerendichte, Beeren groß und blauschwarz, dickschalig. Reife mittelfrüh. Auch als Tafeltraube geeignet.

Dunkelroter, tiefgefärbter Wein, fruchtig, körperreich, milde Säure. Geringes, unspezifisches Bukett, wenig nachhaltig. Die Lagerung im Barrique gibt einen besonders ansprechenden, lagerfähigen Rotwein.

Empfehlungen

Zu Wild, Braten mit kräftigen Soßen oder zu Schinken und roter Wurst.

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Ehrenfelser

 

 

Herkunft

Kreuzung: Weißer Riesling x Grüner Silvaner aus dem Jahr 1929. Züchter: H. Birk. Den Namen erhielt die Sorte von der Ruine Ehrenfels bei Rüdesheim im Rheingau.

Beschreibung

Traube klein bis mittel, kegelförmig, teils geschultert, kompakt; Beeren gelbgrün, rund, mittelgroß.

Der Ehrenfelser gibt Weine von beton duftigem, fruchtigem, rieslingähnlichem Typ mit einer rassigen Säure. Auffallend ist das dezente, elegante, leicht an Veilchen oder Rosen erinnernde Bukett.

Empfehlungen

Zu Mehlspeisen und Desserts paßt seine blumige Art sehr gut.
Die Weine entwickeln sich schneller als Rieslingweine, große Jahrgänge lassen sich aber ebenfalls lange lagern.

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Gewürztraminer

 

 

Herkunft

Im Mittelalter kam die Sorte in Südtirol (Tramin) vor. Nach 1500 verschwand die Sorte bis 1900 weitgehend aus dem Anbau.

Beschreibung

Traube klein bis mittelgroß, dichtbeerig gedrungen. Beeren klein, rund bis länglich, grau bis braunrot, dicke Schale. Geschmack intensiv, süß mit deutlichem Rosenaroma.

Der Wein wird meist mit Restsüße ausgebaut und ist besonders dann von intensivem Rosenduft und Würze geprägt.

Empfehlungen

Die wuchtigen, aromatischen Weine passen zu würzigen Gerichten und Käse.

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Grauer Burgunder

 

 

Herkunft

Der Speyerer Apotheker Ruland soll anno 1711 in seinem Garten eine verwilderte Rebe aufgezogen und anschließend verbreitet haben.
In der Wein-Fachwelt hat man sich über die Unterscheidungsmerkmale so geeinigt: Wird der Wein trocken ausgebaut, ist es Grauburgunder; wird der Wein lieblich angeboten so wird er Ruländer genannt.
Bekannt dürfte er allerdings den meisten als Trendwein der 90er Jahre unter dem italienischen Namen „Pinot Grigo” sein.

Beschreibung

Die dicht gepackten Trauben sind sehr anfällig gegen Traubenfäule (Botrytis cinerea). Diese Anfälligkeit für die Edelfäule wurde viele Jahre genutzt, um aus der Sorte hochkarätige Auslesen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen zu bereiten.

Der Grauburgunder wird bei uns meist trocken, mittelkräftig und etwas säurebetont angeboten. Je nach Ausbaumethode und Qualitätsstufe ist das Farbbild blassgelb, goldgelb oder gar bernsteinfarben. Zugeordnet werden dem Grauburgunder insbesondere Duftaromen von grünen Nüssen, Mandeln, frischer Butter sowie fruchtige Aromen, die an Birne, Trockenobst und Rosinen, Ananas und Zitrusfrüchte erinnern. Daneben treten aber auch vegetative Noten von grünen Bohnen oder Paprikaschoten auf.

Empfehlungen

Ein junger, leichter, trockener bis halbtrockener Grauburgunder ist als Sommerwein gut geeignet. Trockene Kabinettweine und Spätlesen harmonieren gut mit Meeresfrüchten, kräftigem Seefisch, Pasta, Lamm, Wildgeflügel und Jungwild sowie reifem Weichkäse.

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Grüner Silvaner

 

 

Herkunft

Es wird angenommen, daß die Sorte aus Wildreben an der Donau ausgelesen wurde, und der Name Silvaner von Transsylvanien (Siebenbürgen) kommt. Historisch belegt ist das Jahr 1665, in dem Abt Alberich Degen von der Zisterzienserabtei Ebrach Setzreben der Sorte in Franken einführte.

Beschreibung

Trauben mittelgroß, walzenförmig, kompakt, dichtbeerig, Beeren gelb-grün, feste Beerenhaut, saftig, fruchtig süß, wohlschmeckend.

Die Weine des Silvaners sind füllig, stoffig, jedoch mit wenig sortentypischem Bukett ausgestattet.
In sehr guten Jahren werden Silvanerweine auch alkoholreich und schwer.

Empfehlungen

Silvanerweine passen zu Fisch, weißem Fleisch und Spargel. Sie unterstützen durch ihre neutrale Art den Geschmack der Speisen.
Wegen der ausgeglichenen Säure sind Silvanerweine bekömmlich und rund.
Die Lagerdauer ist mittel, bei volumenstarken Weinen auch längerfristig möglich.

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Riesling

 

 

Herkunft

Nach den Eigenschaften und dem frühesten Vorkommen vermutlich aus Wildreben am Oberrhein ausgelesen. Früheste Nennung für Wurzelreben 1435. Herkunft des Namens evtl. von der Neigung zur Verrieselung.

Beschreibung

Die Traube ist klein bis mittelgroß, geschultert, dichtbeerig, Beere klein bis mittelgroß, rund grüngelb, schwarz punktiert, Sonnenseite gelbbraun.
Geschmack saftig, fruchtig und säuerlich, bei Vollreife würzig süß. Reife spät bis sehr spät.

Kennzeichen der Rieslingweine ist ihre feine Rasse und Eleganz, ihr unübertreffliches, an Pfirsiche erinnerndes Bukett. Nicht ein hoher Alkoholgehalt begründet den Ruhm des Rieslings, sondern die feine, rassige, fruchtige Art. Diese Merkmale werden durch späte Reife und späte Lese ausgelöst.

Empfehlungen

Rieslingweine sind lange haltbar. Je nach Jahrgang und Lage oder zu leichten Speisen bzw. Fisch passend.
Trockene Spätlesen und ältere Weine auch zu kräftigeren Speisen. Edelsüß (z.B. Eiswein) als Aperitif oder zu Desserts.

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St. Laurent

 

 

Herkunft

Herkunft wahrscheinlich aus dem ungarischen Raum (Donaubecken), älteste Vorkommen im Elsaß; von dort verbreitet. Beginn der Färbung zum Laurentiustag (10.Aug.)

Beschreibung

Traube mittelgroß, dichtbeerig, kräftiger Beerensaftfarbe und dicker, schwarzblauer Beerenhaut. Reife mittelspät mit dem Grünen Silvaner.

Die Weine sind vollfruchtig, samtig und nachhaltig. Auf der Flasche reifen sie langsam zu kräftigen, körperreichen Weinen mit Frucht- und Beerenaroma. Sie sind auch gut für den Barriqueausbau geeignet.

Empfehlungen

Zu Wild, Rinderbraten mit kräftigen Soßen oder zu Schinken und Salami, kräftigem Käse. Gutes Reifungs- und Lagerungspotential.

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Telefon 0171 6825773
mail@hanno-rothweiler.de

ÖFFNUNGSZEITEN:
Montag-Freitag 17.00–19.00 Uhr
Samstag 10.00–13.00 Uhr
und nach telefonischer Absprache

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